da Vinci Operation

Roboterassistierte da Vinci-Prostatektomie

Die radikale Entfernung der Prostata wird bei Prostatakrebs durchgeführt. Die medizinischen Zusammenhänge und die einzelnen Schritte der Operation werden im Folgenden grob erklärt.

Darüberhinaus finden Sie hier Informationen zum zeitlichen Ablauf der da Vinci-Prostatektomie.

Indikation:

Je nach Aggressivität und Ausdehnung des Tumors in der Stanzbiopsie wird dieser in eine von drei Risiko-Klassen („niedrig“, „mittel“, „stark“ aggressiv) eingeteilt. Vor allem in der niedrigen Risiko-Klasse sind auch weitere Therapien zur Heilung des Tumors möglich (Brachytherapie, Bestrahlung, aktive Überwachung).
Eine umfassende Beratung über die Therapiemöglichkeiten erfolgt in unserer da Vinci-Sprechstunde.

Ablauf der Operation:

Die Operation beginnt mit dem Setzen der Trokare. Dies sind 6 kleine Hülsen, die über ca. 1 cm lange Schnitte in den Bauchraum eingebracht werden. Über diese werden die feinen da Vinci-Instrumente eingeführt.

Anschließend werden die Prostata und die Harnblase freipräpariert.

Dann werden die Prostata und die Samenblasen von der Harnblase gelöst und die Samenleiter durchtrennt. Wenn die Tumorausbreitung eine Schonung der für die Erektion wichtigen Nerven erlaubt, werden die Gefäßnervenstränge unter dreidimensionaler Sicht und bis zu 10-facher Vergrößerung präzise von der Prostata abgelöst und so erhalten.

Unter ebenso sorgfältiger Schonung der Schließmuskelfasern wird die Prostata von der Harnröhre getrennt.

Nun werden die Lymphknoten im kleinen Becken entfernt. Sowohl die Lymphknoten als auch die Prostata mit den Samenblasen werden in einen Bergebeutel gelegt, der am Ende der Operation über einen der kleinen Trokar-Schnitte entnommen wird.

Nun erfolgt eine zirkuläre, wasserdichte Naht der Harnblase an die Harnröhre. Ein Katheter wird in die Harnblase gelegt. Die kleinen Wunden werden intrakutan mit selbstauflösenden Fäden vernäht.

Der Blutverlust bei dieser Operationstechnik ist gering (bis zu 200 ml).